Rohstoffuntersuchung
Die Möllerungspraxis für einen Hochofen bestimmt sich nach einer Reihe von Faktoren wie Örtlichkeit, Transportwege, Materialverfügbarkeit und Konfiguration der bestehenden Anlage. Viele dieser Entscheidungen werden in Abhängigkeit von den besonderen Umständen der Anlage größtenteils getroffen, bevor man überhaupt irgendwelche Präferenzen für spezifische Möllerungsmethoden diskutieren kann. Die Auswahl der Möllerung ist deshalb ziemlich eng begrenzt, wobei jedoch die Veränderung in bezug auf Qualität und Kombination der Materialien in diesem Bereich einer erheblichen Schwankung ausgesetzt ist. Um eine Möllerungspraxis konzipieren zu können, die den immer mehr zunehmenden Anforderungen an die Hochofenausbringung gerecht wird, muß man die Vielfältigkeit und Grenzen eines jeden Möllereinsatzmaterials und sein Verhalten in Kombination mit anderen Dingen verstehen. Dieses Verständnis hat man sich bei Corus Ijmuiden über die Entwicklung der Sinter- und Pelletieranlagen-Technologie sowie vermittels Möllerungsexperimente und Laborversuche erworben. Dieses solchermaßen gebündelte Fachwissen ist in seiner maximalen Ausprägung international über Danieli Corus dadurch zur Anwendung gebracht worden, daß Hilfestellung geleistet wurde in Betriebsfragen zwecks Verbesserung des Möllers und Erhöhung des Wirkungsgrades des Materialeinsatzes sowie Anlagen umgebaut wurden mit dem Ziel einer Produktions- und Qualitätserhöhung.