Austausch der Kokerei-Gassammelleitung unter Beibehaltung der Produktion

Heutzutage stellt die Erneuerung der Sammelleitung kein außergewöhnliches Ereignis in Kokereianlagen mehr dar. Die Lebensdauer von Batterien ist unter Verwendung moderner Instandsetzungs- und Wartungstechniken erheblich verlängert worden und in Kreisen der Batteriebetreiber ist es akzeptierte Praxis, den Austausch der Sammelleitung irgendwann während der noch bestehenden Lebensdauer der Anlage durchzuführen. Die Vorgehensweise erfordert jedoch sorgfältige Planung und Koordination und wird nicht als ein ‚leichtes Unterfangen’ oder als Routinearbeit eingestuft. Technisch gesehen, gibt es keinen Spielraum für Fehler.

Der größere Nachteil besteht darin, daß normalerweise ein Stillstand der Batterie während des Einbaus der neuen Sammelleitung erforderlich ist, mit entsprechendem Verlust an Koks und Gas. Eine weitere Unterbrechung entsteht durch das Verlegen von Maschinen und durch Terminverzögerungen, wobei während eines Batteriestillstands von längerer Dauer das Heizsystem sorgfältig überwacht werden muß. Dann gibt es noch die uralte Frage, ob der Koks drinnen verbleiben oder er aus der Kokskammer ausgedrückt werden soll. Eine grundlegende Betrachtungsweise könnte darin bestehen, das Kriterium einer Maximierung der Produktion mit besonderer Betonung eines Mindestmaßes an Beeinträchtigung der Werks-Brennstoffbilanz mit einzubeziehen. Der maximal mögliche Batteriebetrieb sollte dann beibehalten werden.

Danieli Corus hat für den Ersatz der Gas-Sammelleitung einen neuen Ansatz entwickelt, demzufolge die Batterie in Betrieb bleiben kann, so daß irgendwelche Produktionsverluste in den nachgeschalteten Bereichen auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben.